Der Vergleich: X-E3 vs. X-E2(S) vs. X-T20

Gepostet am Aktualisiert am

Die Fujifilm X-E3 im Vergleich mit der X-E2(S) und X-T20

Die Fujifilm X-E3 ist da! Was ist neu, anders, besser, schlechter? Die Produktankündigungen vom 7. September lassen einige Fragen offen. Fuji X Secrets beantwortet einige davon in diesem Beitrag und verrät, wieso wegen der X-E3 zahlreiche X-T20-Nutzer mit Fuji unzufrieden sind.

von Rico Pfirstinger

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Fujifilm X-E3 in schwarz mit optionalem Handgriff MHG-XE3

Wer von der X-E2 oder X-E2S auf die Fujifilm X-E3 aufsteigen möchte, erlebt einen kleinen Kulturschock. Natürlich: Die X-E3 verwendet den verbesserten X-Trans III Sensor mit 24 MP Auflösung und einem größeren PDAF-Bereich, hat den schnelleren X-Processor Pro und eine übersichtlichere Menüstruktur, bietet mit ACROS eine neue Filmsimulation und ist insgesamt erheblich flotter unterwegs. Dies alles kommt freilich nicht unerwartet, sondern entspricht der aktuellen, im Frühjahr 2016 eingeführten Fuji-X-Technologie-Plattform.

Klein, aber oho: Mit nur 337 Gramm Gewicht und einem eleganten, aufgeräumten Design ist die Fujifilm X-E3 die bisher kleinste X-Systemkamera mit eingebautem Sucher. Trotz ihrer geringen Größe liegt die Kamera besser in der Hand als das Vorgängermodell.

Nein, der Kulturschock liegt woanders, nämlich im geänderten Bedienungskonzept: Die vertikale Tastenreihe auf der linken Seite der X-E2 wurde aufgegeben, ebenso das Steuerkreuz mit vier Funktionstasten. Stattdessen gibt es nun ein zweites (vorderes) Einstellräder und einen Touchscreen, der nicht nur die vier entfallenen Fn-Tasten des Steuerkreuzes virtuell ersetzt, sondern auch zum Fokussieren, Auslösen, Zoomen, Navigieren und Eingeben von Informationen taugt. Mit der klassischen (oder sollen wir sagen: altbackenen?) X-E2 hat das nicht mehr viel zu tun.

Nichts ist wie es war: 13 der 14 rückwärtigen Tasten der X-E2(S) wurden bei der X-E3 entweder weggelassen oder befinden sich an neuen Positionen. Einzig die Position der AF-L-Taste wurde beibehalten. Das Steuerkreuz musste der verbesserten Daumenauflage weichen und wurde durch den Fokus-Stick ersetzt. Die dabei geopferten vier Fn-Tasten stehen als virtuelle Funktionstasten über den Touchscreen zur Verfügung: einfach mit einem Finger von den vier Bildschirmrändern aus nach innen in den Bildschirm schnippen (oder von innen nach außen).

Kein Zweifel: Mit ihrer kompakten Leichtigkeit (337 Gramm inkl. Akku und Speicherkarte), den elegant abgerundeten Ecken, dem Verzicht auf reale Tasten bei gleichzeitiger Aufwertung des Touchscreens als virtuelles Bedienelement und nicht zuletzt der Einführung von Bluetooth für eine permanente Smartphone-Verbindung soll die X-E3 auch die „Generation Handy“ ansprechen und eine jüngere, insbesondere auch weibliche Zielgruppe erreichen. Wer eine abgespeckte X-Pro2 ohne Hybridsucher erwartet hatte, wird enttäuscht.

Neue Rundlichkeit: Vorbei ist das kantig-maskuline Design der X-E2, jetzt geht’s auch bei der X-E-Serie rund. Dem neuen Minimalismus fiel auch der eingebaute Blitz zum Opfer – als Ausgleich liegt der Kamera ein kleiner EF-X8-Aufsteckblitz bei, den man bequem in der Hosentasche tragen kann und der bei Verwendung von der X-E3 mit Strom versorgt wird.

Technisch und funktional ist die X-E3 eine X-T20 im anderen Gewand, mit Bluetooth und erweiterter Firmware. Neben dem verbesserten AF-C-Tracking-System erfreut die X-E3 mit einem aus der GFX 50S bekannten RGB-Histogramm im Live-View (inkl. blinkender Live-Überbelichtungswarnung) sowie diversen kleineren Verbesserungen aus den jüngsten Firmware-Updates für die X-T2 und X-Pro2: Belichtungszeiten im T-Modus bis zu 15 Minuten, erweiterte ISO-Einstellungen 125 und 160, separate AF- und AE-Auslösersteuerung für AF-S und  AF-C, beschriftete Custom-Benutzereinstellungen, optionale ISO-Einstellung per Einstellrad und vieles mehr.

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Fuji X Secrets RAW am 11./12. November 2017 in Schwabach

Sie fotografieren mit einer Fujifilm X-Kamera und möchten hinter die Kulissen des RAW-Formats blicken? Was verbirgt sich hinter RAW-Daten, Metadaten, Maker Notes und digitalen Objektivkorrekturen? Wie können wir den eingebauten RAW-Konverter nutzen, um bessere Ergebnisse zu erzielen? Wie unterscheiden sich populäre RAW-Konverter voneinander, was sind ihre Stärken und Schwächen? Wie konfigurieren wir die Kamera am besten für die RAW-Fotografie? Wie holen wir das meiste aus der ISOlosen Fotografie heraus? Welche praktischen Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung, um den Dynamikumfang der Kamera zu maximieren? Wie loten wir die Limits unserer X-Kameras aus, um damit die bestmögliche Bildqualität zu erzielen? Wie können wir mit Lightroom optimal schärfen? Welche Presets sind empfehlenswert – und welche nicht? Wenn Sie die Antworten auf solche Fragen interessieren, dann ist Fuji X Secrets RAW für Sie der richtige Workshop.

In unserem zweitägigen, ganz auf das Fujifilm X-System zugeschnittenen RAW-Workshop räumen wir mit zahlreichen Mythen auf, vergleichen X-Trans mit Bayer-Sensoren (inkl. ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile) und bearbeiten gemeinsam beispielhafte RAW-Dateien. Dabei kann jeder Teilnehmer auch bis zu zehn eigene RAWs zum Workshop mitbringen, die wir dann live mit Adobe Lightroom entwickeln. Die Ergebnisse stellen wir für alle Teilnehmer ins Netz, sodass alle Bearbeitungsschritte zuhause nachvollzogen werden können.

Bitte klicken Sie für weitere Informationen hier und tragen Sie sich bei einer ausverkauften Veranstaltung einfach in die Warteliste ein.

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Gegenüber der X-T20 wurde auch der Touchscreen aufgewertet. Er bietet nun nicht nur sämtliche Touch-Funktionen der GFX 50S (etwa die Touch-Bedienung des Q-Menüs, das flüssige Wechseln des Fokuspunkts durch Streichen über den Bildschirm oder die Eingabe von Buchstaben über eine virtuelle Tastatur), sondern geht darüber noch hinaus: So erlaubt die X-E3 erstmals die Nutzung des Touchscreens (oder eines Teils davon) im EVF-Betrieb, um mit dem rechten Daumen den Fokuspunkt zu wechseln, während man durch den elektronischen Sucher schaut. Immerhin diese Funktion wird Fujifilm im Spätherbst per Firmware-Update 1.10 bei der X-T20 nachliefern, doch hinsichtlich der zahlreichen anderen großen und kleinen Verbesserungen (schnelleres AF-C-Tracking, Farbhistogramm, etc.) schweigt sich der Hersteller aus Tokio bislang leider aus. Das verunsichert zahlreiche X-T20-Nutzer, und einige von ihnen äußern ihren Unmut darüber in Foren und sozialen Medien.

Same, same, but different: Die X-E3 (oben) teilt sich ihr aufgeräumtes und auf die rechte Kamerarückseite beschränktes Tastenlayout mit der X100F (unten) sowie der X-Pro2. Allerdings wurden dabei praktisch alle Tasten anders belegt, was die X-E3 als Zweitkamera für X100F- und X-Pro2-Benutzer problematisch macht. Offenbar zielt Fujifilm mit der X-E3 auf neue Kundenkreise, die sich von der traditionellen Retro-Kundschaft unterscheiden. 

Benutzer der X100F und X-Pro2 dürften an der X-E3 als Zweitkamera nicht viel Gefallen finden. Zwar werden ihnen die Stick- und Tastenanordnung sehr vertraut vorkommen, die rundum andere Belegung wichtiger Funktionen könnte jedoch schnell für Unmut und Verwirrung sorgen.

damien-lovegrove-portraits-ad-squareMacht nichts, denn die X-E3 verabschiedet sich mit Bluetooth, Touch-Gestenbedienung und ihrem elegant-minimalistischen Design ohnehin aus der ihr bislang zugedachten Retro-Ecke und zielt eher auf ein junges, modernes und mithin weibliches Mainstream-Publikum. Diese Strategie ist zwar nicht ohne Risiko, aber sie könnte durchaus aufgehen.

Sich an die X-E3 als Hauptkamera zu gewöhnen, ist einfacher als man denkt. Bei mir dauerte die Umstellung gut drei Tage, um die Menünavigation mittels Fokus-Stick, die virtuellen Fn-Tasten und die geänderte Tastenbelegung zu verinnerlichen. Als Linksauge kann ich leider nur die rechte der vier virtuellen Fn-Tasten mit dem Touchscreen aktivieren, während ich durch den Sucher schaue – das Verschieben des Fokuspunkts mit dem rechten Daumen auf dem Touchscreen klappt hingegen auch mit angesetzter Kamera. Dabei liegt die X-E3 auch ohne den optional erhältlichen Handgriff (mit eingebauter Arca-Swiss-Stativplatte) bestens in der Hand.

Lesen, verstehen, können!

Haben Sie Interesse an einem Buch zur X-E3? Für den deutschen Markt planen wir ein Buch, das die X-T20 und X-E3 gemeinsam abdeckt – die beiden Kameras sind sich so ähnlich, dass dies einfach naheliegt. Aus demselben Grund empfehlen wir unser Buch zur X-T10 auch allen Benutzern der X-E2 und X-E2S.

Wer nicht bis 2018 warten möchte, findet mit The Fujifilm X-T20: 125 X-Pert Tips schon jetzt ein Buch auf Englisch, das neben der im Titel genannten X-T20 auch die neue X-E3 hervorragend abdeckt. Wie immer gibt Ihnen der Code XPERT40 beim Auschecken einen Rabatt von 40%.

Fujifilm „X-PERT“ Rico Pfirstinger ist der Autor von Das Fujifilm X-Pro1 Handbuch, Die Fujifilm X-E2 – 100 Profitipps, Die Fujifilm X-T1 – 111 Profitipps, Die Fujifilm X-T10 – 115 Profitipps, Die Fujifilm X-Pro2 – 115 Profitipps und Die Fujifilm X-T2 – 120 Profitipps. Er veranstaltet Fuji X Secrets Workshops und unterhält das englischsprachige Blog X-PERT CORNER.

10 Kommentare zu „Der Vergleich: X-E3 vs. X-E2(S) vs. X-T20

    Dr. Michael Müller-Dürholt sagte:
    11. September 2017 um 09:36

    Leider vergrätzt Fujifilm mit dem Touch-Screen-Bedienkonzept nicht nur die vom Bedienkonzept traditionell gesonnenen Fotografen. Wie der Artikel schon betont, macht die X-E3 auch keinen Sinn als Backup für X-Pro2- und X-T2-Fotografen. Schließlich und endlich ist die Touch-Screen-Bedienung auch ein absolutes Ausschlußkriterium für „linksäugige“ Fotografen, denn da deren Gesicht den Touch-Screen abdeckt (tlw. auch unbeabsichtigt Funktionen mit der Nase auslöst), ist die Wischerei mit dem Auge am Sucher unmöglich. Und das betrifft sicherlich 20-30% aller Fotografen.

    Fazit für mich: Ich behalte meine X-E2s als Back-Up-Kamera und werde nicht upgraden. Und sollte Fujifilm den gleichen Blödsinn auch bei einer zu erwartenden X-80 implementieren, werde ich bei meiner Immer-dabei-Drittkamera X-70 auch nicht upgraden

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      Rico Pfirstinger geantwortet:
      11. September 2017 um 09:51

      Also ich fotografiere zu 100% mit dem linken Auge und hatte kein Problem mit dem Touchscreen, konnte den Fokuspunkt beim Gucken durch den EVF mit dem Daumen am entsprechende definierten rechten Screenbereich also gut wechseln, wobei das dank Fokus-Stick eigentlich nicht notwendig ist. Da die X70 bereits einen Touch-Screen hat, würde ein (ebenfalls sucherloser) Nachfolger sicherlich ebenfalls einen haben, so wie auch alle anderen künftigen X-Modelle. Man kann ihn schließlich jederzeit abschalten, und für die Bedienung von Menüs, die Texteingabe, das Quick-Menü und die Bildwiedergabe (zoomen, verschieben usw.) ist das Ganze ideal.

      Nachteilig ist für mich der Verlust von drei Fn-Tasten beim Schauen durch den EVF (da muss ich kurz absetzen, um eine der drei T-Fn-Tasten zu aktivieren), aber das ist wie alles Gewöhnungssache. Anfangs nervig, nach ein paar Tagen Teil des motorischen Gedächtnisses, sofern man die X-E3 als Hauptkamera verwendet. Problematisch finde ich dagegen die gleichzeitige Verwendung als Zweitkamera zur X-Pro2 oder X100F, weil die Belegung der realen Tasten sich recht deutlich unterscheidet. Diesen (zugegeben sehr kleinen) Markt gibt Fujifilm mit der E3 offenbar auf, um dafür neue Kundenkreise zu erschließen.

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        Dr. Michael Müller-Dürholt sagte:
        11. September 2017 um 15:01

        Der Wegfall greifbarer Funktionstasten ist genau mein Punkt. Eine Touch-Verstellung des Fokuspunktes brauche ich nicht. Bei meiner X-70 habe ich sie abgestellt, da sie entweder nicht, oder träge, oder ungenau (dicker Finger) funktioniert bzw. – noch unangenehmer – sich oft unbeabsichtigt verstellt, so daß man beim schnellen Druck auf den Auslöser auf den falschen Punkt fokussiert. Aber Funktionsverstellungen ohne ins Menu zu müssen oder die Q-Funktion zu bemühen, sind erforderlich. Körperliche Funktionstasten lassen sich bei einigermaßener Routine ohne Sichtkontrolle er“tasten“ und verstellen, was beim Touch-Screen nicht geht. Hier ist Sichtkontrolle unabdingbar. Und einerseits smartphoneähnliche Bedienung, andererseits traditionelle Räder und Einstellelemente wie Blendenring, Zeitenrad, +/-Rad usw., empfinde ich als Bruch im Bedienkonzept. Ob sich dadurch der Interessentenkreis vergrößern läßt, ist eine offene Frage, weil das Fuji-X-System seine Kunden eigentlich eher durch traditionelle Werte an sich gebunden hat.

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    Rico Pfirstinger geantwortet:
    11. September 2017 um 15:27

    Wenn man verstanden hat, die T-Fn funktioniert, dann weiß man auch, dass man da eben gerade nichts ertasten muss. Das ist schließlich gerade der Witz an einer Gestensteuerung im Vergleich zu virtuellen Buttons, die wohl Sony noch hat, Fujifilm aber gerade eben nicht.

    T-Fn funktioniert jedenfalls blind für alle vier Funktionen, die einzige offene Frage ist, ob man als Linksäuger die vier Gesten für die vier T-Fn praktisch auch dann anwenden kann, wenn sich das Auge fest am EVF befindet. Einige Tester bejahen das, ich kann es bisher nur für die rechte der vier T-Fn bestätigen und setze die Kamera für die drei anderen T-Fn lieber einen Sekundenbruchteil ab. Wenn ich die Kamera wieder in Händen habe, werde ich das noch genauer untersuchen und ausprobieren.

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    Stefan Weiberg sagte:
    13. September 2017 um 02:48

    Als jemand, der eine reine EVF Variante der XPro 2 erhofft hat, wurde ich mit der Vorstellung der X-E3 ziemlich enttäuscht. Anderthalb Jahre umsonst auf einen Nachfolger meiner X-E2 gewartet statt gleich auf den neuen XTrans zu wechseln.

    Die XE Linie war immer schon eine XPro ohne OVF. Die XE1 und 2 waren reine EVF Versionen der XPro1. Die X-E3 ist daher für mich ganz klar eine X-E30.

    Man hat leider auch nicht an einigen Problemen der XE2 gearbeitet. Dazu zählen vor allem der schlecht platzierte Stativanschluss und der bescheidene EVF. Letzteres hat sich sogar noch verschlechtert. Den Wegfall des Blitzes hätte man statt in einer kleineren Größe in einen deutlich größeren EVF und einen Anschluss für eine Augenmuschel investieren sollen. Eine Wetterversiegelung gibt es trotz vieler WR Objektive auch nicht.

    Der Wegfall der vielen fn Buttons (auch wenn ich den Stick sehr begrüße) ist für mich allerdings der Sargnagel. Eine Bedienung über den Touchscreen bei eisigen Temperaturen wird sicherlich keine Freude bereiten.

    Ich werde mich nun mangels Alternativen mit den für mich unpraktischen und nachteiligen DSLR Style anfreunden müssen, da Fuji keinen guten EVF in einen Rangefinder Body bieten kann.

    Für die junge Generation oder „Generation Handy“ fehlt übrigens ein essentielles Feature: ein klappbares Display für Selfies.

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      Rico Pfirstinger geantwortet:
      13. September 2017 um 09:26

      Nachdem die X-E2(S) am Ende eine Kopie der X-T10 in einem anderen Gehäuse war, war schon zu erwarten, dass die X-E3 eine X-T20 in einem neuen Gehäuse werden würde. Ist sie auch geworden, allerdings kann sie erfreulicherweise sogar einiges mehr als sie X-T20. Angeblich gehen de Gesten auch mit Handschuhen, aber das muss ich erstmal selber ausprobieren.

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    Andreas T. sagte:
    15. September 2017 um 13:51

    Die Kommentare der Enttäuschten erinnert mich stark an damals, als beim 911er von Luft- auf Wasserkühlung umgestellt wurde. Der Untergang des Abendlandes wurde herauf beschworen und das Ende der Zuffenhausener wurde prophezeit. Heute kräht kein Hahn resp. der Markt nach dieser Kreissäge, ganz im Gegenteil, die Firma prosperiert wie nie zuvor.
    Was ich damit meine; die wenigsten Anbieter werden sich dem Fortschritt verschließen. Es ist sogar existenziell für einen Anbieter den Fortschritt mitzugestalten, und in seine Produkte einfließen zu lassen.
    Ich z.b. werde mir die neue X-E3 bestellen.
    Das Konzept finde ich gelungen, und ich sehe sie für mich als erschwingliche mini X-Pro2.
    Die X-T20 hatte mir nie richtig gefallen, und die X-T2 ist für mich einfach too much als Hobbyknipser.
    Kann es kaum erwarten bis das gute Stück lieferbar sein wird.

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      Rico Pfirstinger geantwortet:
      15. September 2017 um 14:00

      Es ist sicher richtig, dass einige Kommentare faktisch unbegründet sind – sprich: Erst werden gar nicht existierende Nachteile erdichtet, um sie anschließend zu kritisieren. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Kamera noch gar nicht selbst getestet wurde. Ich denke allerdings auch, dass sich für jeden Benutzer, dem die Veränderungen nicht behagen, mehrere andere finden, denen sie gefallen.

      Die X-E3 ist die X-Kamera (und vermutlich auch insgesamt die spiegellose Systemkamera) mit dem besten Preisleistungsverhältnis: So viele Funktionen und so viel Performance bekommt man für 899 EUR Listenpreis sonst nirgends. Damit übertrifft die X-E3 sogar die X-T20, die diesen Status bisher innehatte. Dass die Kamera trotzdem nicht „everybody’s darling“ ist, liegt auf der Hand. Wer das sein möchte, hat von Anfang an verloren.

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        Dr. Michael Müller-Dürholt sagte:
        16. September 2017 um 12:54

        Ich sehe wegen der Implementierung der Touch-Technik sicher nicht den Untergang des fotografischen Abendlandes; es muß allerdings erlaubt sein, den Sinn und die praktische Funktion neuer Techniken zu hinterfragen. Und: Nein, ich habe die Kamera noch nicht selbst in der Hand gehabt, habe mir aber beim Fotohändler per Erscheinungstag eine reservieren lassen – diesmal ohne feste Abnahmeverpflichtung – um sie auszuprobieren.

        Es gibt im Netz Berichte von X-Fotografen, die der Kamera ein insgesamt gutes Urteil ausstellen, aber als Linksäugige unbeabsichtigte Fehlbedienungen und schlechte Erreichbarkeit (beides höchst plausibel) der T-Funktionen mit dem Auge am Sucher konstatieren und das Fazit ziehen, daß man am Besten die Touch-Funktionen abstellt. Das allerdings reduziert Direktzugriffe auf Funktionen drastisch. Genau das ist mein Thema. Ich werde es ausprobieren!

        Eine weitere Frage für die „Touch-Nutzer“ ist, ob der Touch-Screen in allen Lebenslagen auch so zuverlässig funktioniert wie mechanische Tasten. Ich schrieb es weiter oben: Bei meiner X-70 funktioniert er nicht zufrieden stellend, so daß ich ihn abgestellt habe. Aber diese Kamera besitzt noch das Steuerkreuz und läßt sich auch ohne Touch-Funktionen einschränkungslos darüber bedienen. Und jeder Smart-Phone-Nutzer kennt die Momente, wo die Kiste erst beim 3. oder 4. Versuch das tut, was sie soll…..

        Ich bin gespannt auf meine eigenen Erfahrungen, denn Fotos machen ist glücklicherweise ein individueller Vorgang, bei dem auch persönliche Vorlieben oder Abneigungen eine Rolle spielen dürfen.

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    Andreas f.j. Lenhard sagte:
    21. September 2017 um 11:35

    Vertrauen! Ich bin jetzt Fuji-Fotograf seit 3 Jahren, nahezu mit jeder Fuji-vertraut und kann in meinem persönlichen Fundus auf eine X-Pro2, X-E2 und X100F zurückgreifen. Erinnern wir uns an die mehr als 40 Funktionen die der X-E2 nachgeschoben wurden als die X-E2s auf den Markt kam, ein völlig neue Kamera per Firmware-Update. Oder denken wir an die X100F, alle Tasten auf der linken Seite waren zum Vorgänger verschwunden. Auch der Auch der X-Trans CMOS III wurde noch vor erscheinen der ersten Kamera in Frage gestellt – und er hatte wieder erwarten die nahezu gleiche Hi-ISO Performance.
    Vertrauen Leute! Alles was Fujifilm bisher auf den Markt gebracht hat war mit Hand und Fuß, eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist Bestandsteil der Fujifilm Philosophie. Hin und wieder machen sie auch das Unerwartete, wie z.B. die Einführung einer Mittelformat während alle Fujifans mit einer Vollformat spekuliert haben.
    Ich für meinen Teil habe mir eine X-E3 bestellt und wie sollte es anders sein, ich freue mich riesig drauf!

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